Kunde wer bist du? 50plus und Lohas: Gesundheit und Nachhaltigkeit als Konsumtreiber

Die neue Farbenlehre für erfolgreiche Kleinunternehmer - 65 Unternehmer entwickeln Ideen für erfolgreiche Kundenorientierung im GDA Göttingen

Grün und Silber sind die derzeit wichtigsten Trendfarben des Marketings. Sie stehen für die Zielgruppen der Zukunft: Die so genannten LOHAS, eine Gruppe die sowohl für Umweltbewusstsein als auch Genuss steht und die Generation 50plus. Dies sind zwei Marktsegmente, die besonders stark wachsen und über immer mehr Geld verfügen. Aber diese Zielgruppen sind nur äußerst schwer zu erreichen. Wie kann ein passgenaues Zielgruppen-Marketing aussehen? Genau dieser Frage gingen 65 Unternehmer während der von der WRG initiierten Dialog-Werkstatt im  GDA Göttingen am 08. Februar 2012 nach. Bereits zum achten Mal wurde diese immer ausgebuchte Veranstaltungsreihe durchgeführt, diesmal zum Thema "Kunde, wer bis Du? 50plus und Lohas: Gesundheit und Nachhaltigkeit als Konsumtreiber".

In seiner Begrüßung stellte GDA-Direktor Klaus Brandl die aktuelle Initiative „Alter neu denken“ vor. Das GDA ist nicht nur ein Wohnstift, sondern konzentriert sich auch zunehmend auf Fragen der Lebensgestaltung für Senioren. Denn die Menschen werden heutzutage nicht nur immer älter, sie werden im Alter auch immer fitter und nehmen stärker am gesellschaftlichen Leben teil. Eine Idee der Initiative, die kurz vor der Umsetzung steht, ist der Aufbau einer Kinderkrippe, um jung und alt vereint unter einem Dach zu haben.

Die Marketingexpertin Dr. Meike Wiarda ( Wertvoller Vertrieb) versorgte die Teilnehmer in ihren Impulsreferaten mit dem notwendigen Hintergrundwissen. Sie räumte mit dem Vorurteil auf, dass „50plus“ eine einheitliche Zielgruppe ist. Hinter dem Begriff verbergen sich sehr viele heterogene Kundengruppen – angefangen von der jugendlichen 50-jährigen Mutter eines Kleinkindes bis hin zu der pflegebedürftigen Großmutter. Ähnlich verhält es sich mit den Lohas, die auch nicht in eine Schublade gesteckt werden können. Diese Kunden sind sowohl kritisch als auch konsumfreudig und verfügen über das notwendige Einkommen. Aber hier ist Vorsicht geboten – dieser Kundenkreis lässt sich nicht durch Werbebotschaften täuschen. Und wenn sie unzufrieden sind, wird dieser Ärger breit kommuniziert – auch im Internet. Individuelle Betreuung und Kundenverständnis sind die beste Basis für Verkaufserfolge, fasste Meike Wiarda zusammen.

Aus der Praxis berichteten Toni Limburg, Inhaber der Firma  Grünplan Gartengestaltung aus Reiffenhausen und Siegfried Kappey, Geschäftsführer der  Einbecker Senfmühle. Im Interview mit Stefanie Kleine erzählte Toni Limburg über die Wünsche seiner 50plus-Kunden. Immer häufiger wird die altersgerechte Umgestaltung des eigenen Gartens gewünscht. Barrierefreiheit und bequemere Gartenpflege, z.B. durch gute Beleuchtung und Hochbete stehen auf der Wunschliste. Gerade seine Kunden legten sehr viel Wert auf guten Service sowie individuelle Betreuung und honorierten dieses mit Weiterempfehlungen, so der Gartenexperte.

Positive Erfahrungen hatte auch Sigfried Kappey gemacht, wobei Senf nicht gleich Senf ist. Schmunzelnd erzählte er, dass sich die Einbecker Senfmühle eher als Bildungsinstitution sieht, um seine Kunden über das hochwertige Lebensmittel Senf aufzuklären. Diese Qualität schätzten seine Kunden und erhalten über verschiedene Aktivitäten immer wieder neue Anregungen. So wurde, in Kooperationen mit den Landfrauen erst vor kurzen ein Rezeptwettbewerb ausgeschrieben. Beide Praktiker waren sich einig, dass Kooperationen und Networking lohnend sind.

Alle 65 Unternehmer nutzten anschließend die Möglichkeit, ihre Erkenntnisse aus den Impulsreferaten und Praxisbeispielen intensiv zu diskutieren. Dabei konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wieder ihre individuellen Fragestellungen zur praktischen Umsetzung im eigenen Unternehmen einbringen.

Download: Teilnehmerdokumentation Dialog-Werkstatt 1/2012

Die Moderatoren der Dialog-Werkstatt Stefanie Kleine und Detlev Barth, haben am Schluss die zahlreichen Anregungen zusammengefasst und kündigten die nächste Dialog-Werkstatt an, die noch vor den Sommerferien zum Thema „Begeisterte Mitarbeiter – begeisterte Kunden“ stattfinden wird. Stefanie Kleine nimmt unter (0551) 9995498 – 2 bereits jetzt Vormerkungen entgegen, um allen Interessierten rechtzeitig eine Einladung zuzusenden.