Fachkräftebedarf und Ausbildung - eine Chance für alle
Auf Einladung der WRG und des Arbeitgeberservice des Landkreises Göttingen haben sich am 6. September 2011 im Sartorius College rund 130 Unternehmer mit dem Thema Fachkräftebedarf und Ausbildung beschäftigt.
Die SMS Solar Technolgogy AG aus Niestetal befasst sich schon seit längeren mit dem Thema, betont Jürgen Dolle, Vorstandsmitglied für Personal. „Unsere Ausbildung zum Elektroanlagenmonteur ist so konzipiert, dass sie individuell auf die Potenziale der Auszubildenden eingeht und diese ausschöpft“, so Dolle. Das Ergebnis: Seit 2007 haben fast alle Lehrlinge die Ausbildung bestanden. Mit einer Übernahmequote von 85 Prozent konnten diese anschließend im Unternehmen gehalten werden.
Das Coachingmodell der BBS Münden ist ein weiterer erfolgreicher Ausbildungbestandteil für Hauptschüler. Schüler aus sechs Klassen werden dort seit 2007 von den Lehrkräften in Einzelgesprächen gecoacht, um eigene Lebensziele zu erkennen und diese zu verfolgen. . „Bereits nach einem Jahr konnten wir ein verbessertes Klassenklima und eine höhere Zufriedenheit auf Seiten der Schüler und Lehrer evaluieren“, resümiert Dr. Albert Fischer, Lehrer der BBS Münden, zum Abschluss seines Vortrages. Das Projekt erwies sich als so erfolgreich, dass es zum Schuljahr 2011/12 an allen Berufsbildenden Schulen des Landkreises Göttingen eingeführt wurde.
Über die Chancen bei der Gewinnung von Fachkräften und Auszubildenden diskutierten in einer abschließenden Talkrunde Günter Lohmann (Personalleiter bei Haendler und Natermann), Christian Ochsenknecht (Filialleiter bei McTrek Outdoor Sports) sowie Klaus-Dieter Splieth (Geschäftsführer des Autohaus Splieth in Göttingen).
Bei einem kleinen Imbiss kamen Referenten und Zuhörer anschließend zu einem weiteren Erfahrungsaustausch zusammen. „Wir freuen uns über das stetig steigende Interesse der Wirtschaftsakteure der Region für unsere Themenabende. Mit weit über 100 Anmeldungen erkennen wir, dass das Thema Personalgewinnung eine hohe Relevanz im Landkreis Göttingen hat“, so Stefanie Kleine von der WRG.